Licht und Schatten

Das Herbstferienprogramm der Lindenschule zeigte wieder einmal, dass Spaß haben und  Erfahrungen machen zusammengehört.

„Huch, wie groß bin ich denn plötzlich“, entfuhr es ganz überrascht dem 8 jährigen Tom, als er das erste Mal hinter der großen Schattenbühne steht. Das war eine ganz neue Erfahrung für ihn, sich einmal aus so einer Perspektive zu sehen. „Licht und Schatten“, lautete das Motto des Ferienprogrammes der Lindenschule. Vier Tage befassten sich  rund 40 Kinder und deren Betreuer  diesem weitgefächerten Thema. Lichterhäuser basteln, Kerzenziehen, eine eigene Schattenbühne bauen, ein Besuch im Planetarium, Monsterschattensuche im Wald und riesengroße Lichterhäuser umsäumten die Herbstferientage. Im Mittelpunkt stand allerdings das Ausprobieren und Spielen hinter den großen Schattenbühnen, an denen vier Kinder gleichzeitig agieren konnten. Ein interessantes Erlebnis zu sehen, wie sich das eigene Schattenbild mit der Nähe und Entfernung zur Leinwand verändert. Ein selbstgebautes Auto, das eigentlich nur aus einer großen Pappscheibe bestand wurde zum verblüffenden, realistischen  Fahrzeug, mit dem die Reise um die Welt ging. Ein  ausgeschnittener Pappflügel und zwei Kinder täuschten überzeugend ein Flugzeug nach. Mit den Ideen der Schüler und Schülerinnen ging es um die Welt zu vielen Ländern, an denen das Auto oder das Flugzeug halt machte: In Japan entstand ein spannendes Duell mit großen Schwertern, in Schweden kämpften Elche, In Frankreich brachten die Kinder mit ihrem eigenen Körper den Eifelturm auf die Bühne und in New York durfte die Freiheitsstatue nicht fehlen. Nach vier eifrigen Tagen und zwei Proben wagten die Kinder eine Vorführung für geladene Gäste, die sichtlich beeindruckt von der unterhaltsamen und außergewöhnlichen Show waren –  ein solches Schattenspektakel gibt es nicht alle Tage.